Neues Förderprogramm für kleine und mittlere Unternehmen ab April 2021- „Ladeinfrastruktur vor Ort“

Kleine und mittlere Unternehmen können seit dem 12. April 2021 vom neuen Förderprogramm „Ladeinfrastruktur vor Ort“ profitieren, um ihren Standort hinsichtlich Lademöglichkeiten für Elektroautos und damit potenzielle Kunden noch attraktiver zu machen. Die Förderung des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) in Höhe von 300 Mio. Euro richtet sich insbesondere an Unternehmen des Einzelhandels, Supermärkte, Hotels, Restaurants, Schwimmbäder und Sportplätze. Seien Sie eines der ersten Unternehmen, das sich auf die Förderung bewirbt, um von den Fördergeldern zu profitieren! Als Fachplanungsbüro für Ladeinfrastruktur unterstützen wir Sie gerne bei der Beantragung und Umsetzung. Die wichtigsten Informationen zum Förderprogramm „Ladeinfrastruktur vor Ort“ haben wir für Sie in diesem Beitrag zusammengefasst:

1. Was wird gefördert?

  • Die erstmalige Beschaffung und Errichtung öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, einschließlich des dafür erforderlichen Netzanschlusses (Leasing- und Mietmodelle sind nicht förderfähig)

2. Wer wird gefördert?

  • Kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) nach der EU-Definition (auch kommunale Unternehmen)
  • Natürliche Personen
  • Gebietskörperschaften

3. Art, Umfang und Höhe der Förderung

Die nachfolgende Übersicht zeigt die maximal möglichen Fördersummen. Bei beschränkter Zugänglichkeit des Ladepunktes (Öffnungszeiten: mindestens 12/6) erfolgt eine Absenkung der Förderhöhe auf 50 % der Förderung.

Ladetechnik und alle dazugehörigen Komponenten:

  • Normalladeinfrastruktur (AC und DC) mit einer Leistung von 3,7-22 kW
    • Maximale Fördersumme pro Ladepunkt: 80% jedoch maximal 4.000€
  • Schnellladeinfrastruktur (DC) mit einer Leistung von 22-50 kW
    • Maximale Fördersumme pro Ladepunkt: 80% jedoch maximal 16.000€

Netzanschluss und alle dazugehörigen Komponenten:

  • Anschluss ans Niederspannungsnetz
    • Maximale Fördersumme pro Ladepunkt: 80% bis maximal 10.000€
  • Anschluss ans Mittelspannungsnetz
    • Maximale Fördersumme pro Ladepunkt: 80% bis maximal 100.000€
  • Kombination eines Pufferspeichers mit einem Netzanschluss
    • folgt den Fördersummen des dazugehörigen Netzanschlusses

4. Anforderungen

  • Auf Grundlage dieser Förderrichtlinie gewährte Zuwendungen sind Beihilfen (De-minimis) und dürfen innerhalb eines Zeitraums von drei Steuerjahren den Betrag von 200.000 € (für Unternehmen des Straßengüterverkehrs 100.000 €) nicht überschreiten.
  • Die geförderten Ladepunkte müssen vertragsbasiertes Laden, Roaming und Ad-hoc-Laden ermöglichen.
  • Technik und Netzanschluss müssen vorausschauend, im Hinblick auf einen steigenden Ladebedarf geplant und ausgelegt werden.
  • Die Kosten müssen transparent an der Ladeeinrichtung dargestellt werden.
  • Die Anzeige der geplanten Errichtung der Ladeinfrastruktur beim Verteilnetzbetreiber ist verpflichtend.
  • Der Bezug von Strom aus erneuerbaren Energien ist verpflichtend.

5. Zuwendungsvoraussetzungen

  • Mit dem Vorhaben darf erst mit Erlass des Bewilligungsbescheids begonnen werden. Planung, Genehmigungsverfahren etc. gelten nicht als Beginn des Vorhabens.

6. Bewilligungs-/Umsetzungszeitraum

  • bis 31.12.2022

7. Beantragungszeitraum

  • 12.04. bis 31.12.2021 (Windhundverfahren)

Detaillierte Infos zur Förderung finden Sie in diesem Infoblatt.

Weitere Förderprogramme

Eine Übersicht aller Förderprogramme in Deutschland finden Sie hier.

In diesem Video erklärt Ihnen unsere Expertin Annabelle Mersch alles Wichtige, was Sie über Förderprogramme für Ladetechnik und Ladeinfrastruktur für E-Autos wissen müssen:

 

Benötigen Sie Hilfe bei der Beantragung der Fördergelder, der Kostenschätzung oder der Ausarbeitung eines Ladeinfrastruktur-Konzepts? Als Fachplanungsbüro für Ladeinfrastruktur stehen wir Ihnen gerne mit unserer Expertise im Bereich Förderberatung, Wirtschaftlichkeits- und Standortanalysen sowie Ladetechnik (AC- und DC-Ladetechnik), Last- und Energiemanagement zur Verfügung.