Die zwei große Themen, die jeden Menschen tangieren sind Mobilität und Energieversorgung. Natürlich steht die eigene Gesundheit an erster Stelle, doch die ist ein persönliches Thema. Was viele Menschen aber ignorieren ist, dass die Energie für unsere Fahrzeuge und Wohnung, meistens aus fossilen Brennstoffen stammen die unsere, und die Gesundheit unseres Planeten stark beeinflussen.

Ein Gesellschaftsthema

Die Umstellung von einer Mobilität die auf mobilen Brennstoffen beruht auf eine die mit nachhlatiger Energie betrieben werden kann, verlang nicht nur hohe Investitionskosten, sondern ein Umdenken im Verhalten. Daher möchten wir die Themen Strom für Elektroautos näher an die Bevölkerung bringen. Also jeder soll sich daran beteiligen aber auch am erfolg partizipieren wenn die Mobilitätswende „auf ein Mal da ist“.

Die Genossenschaft als Interessengemeinschaft

Es erscheint uns der sinnvollste Weg zu sein, dass die Interessen der Betroffenenen Personen, also die Pendler der ländlichen Region, dass sie Mitentscheiden wo Mobilität benötigt wird, aus welcher Quelle die Energie gezogen werden soll und wo die Ladepunkte benötigt werden, die ein komfortable Elektro-Mobilität ermöglicht.

Fahrzeuge sinnvoller nutzen

Batterie betriebene Fahrzeuge können in zwei Funktionen sinnvoller genutzt werden. Entweder um Ihre Energiespeicher dann zu laden wenn Sie tagsüber lange stehen, oder sie als CarSharingfahrzeuge dort einzusetzen wo Mobilität benötigt wird.

Elektroautos stehen lange auf dem Betriebsgelände oder auf den Park& Ride Parkplätzen. Diese lange Stehzeiten können sinnvoll dafür genutzt werden, über Photovoltaik oder Windkraftanlagen die Energie günstig zu speichern. Wenn Erneuerbare Energie lokal erzeugt und gespeichert wird, trägt diese Maßnahme zur Energiewende bei und liefert für den Haushalt sehr günstigen Strom. Das Auto wird tagsüber am Arbeitsplatz mit grüner Energie geladen und fährt die Energie für das Haus nach Haus. Dieser Ansatz spart den Einbau von großen Batteriespeichern im Haus, da diese bereits im Auto verbaut sind.

Sinnvoll ist auch der Ansatz, dass Elektrofahrzeuge besser ausgelastet werden. Das ist durch die Vermietung als Corporate-CarSharing oder durch die Vermietung der Fahrzeuge unter Privatpersonen möglich. Dieser Ansatz führt zu Einnahmen für die Eigentümer der noch teureren eAutos und motiviert zu dessen Anschaffung.

Wo kann die Gesellschaft partizipieren?

Der erste Ansatz ist die Vermietung von Ladeinfrastruktur, denn viele gute Standorte können nicht oder möchten noch nicht in Ladeinfrastruktur investieren. Doch sind die Standortbesitzer bereit, die Stellplätze für die Autos kostenlos anzubieten, solange sie nicht investieren müssen. Es gibt auch den Fall dass Standortbesitzer mit vielen anderen Investitionen in Ihren Standort an Ihre Grenzen stoßen, bereit sind eine Miete für die Ladepunkte und die Abrechnung des Stromes zu bezahlen. Die Genossenschaft kann also eingentümer der Ladeinfrastruktur werden und diese vermieten – das generiert die ersten planbaren Einnahmen für die Genossen.

Strom erzeugen als zweiten Schritt

Wenn die Ladeinfrastruktur und die Stellplätze der Genossenschaft gehören, dann kann Sie auch mit der entsprechenden Stromhandelslizenz den Strom selbst erzeugen und vermarkten. Dieser ist der interessantere Ansatz, denn die Ladepunkte sind nur das Mittel zum Zweck, und die Energieerzeugung die Chance auf vernünftige Erträge für die Genossen.

Fahrzeuge Vermieten

Als dritten Baustein im Angebot für die Mobilität an die Region, ist Fahrzeuge dort anzubieten wo die Mobilität benötigt wird. An dieser Stelle muss auch die Politik einbeziehen werden, denn die Gemeinden und Kommunen kennen besser als kaum jemand anderes, den Bedarf an Mobilität für Schüler und ältere Personen. Auch der kurzfristige Bedarf an Mobilität kann durch Teilen von Fahrzeugen schnell abgedeckt werden. Die Technik und die Systeme dazu existieren bereits.

Eine Mobilitätsgenossenschaft für das ländliche Volk

Mobilität soll also nachhaltig sein, damit wir die Umwelt mit unserem Bedürfnis an Fortbewegung nicht mehr belasten als wir es sowieso schon tun. Es ist auch gar nicht notwendig, denn die Energie für Autos und LKWs schwebt in Form von Sonnen- und Windenergie „in der Luft“. Wir müssen Sie nur in die Autos bekommen, an den Standorten wo die Mobilität benötigt wird und die Energie gespeichert werden kann, wenn die Natur sie uns liefert.

Ein wichtiger Aspekt bei der Elektromobilität ist der Bedarf an viele günstige Ladepunkte, genau dort wo sich die Autos am längsten aufhalten, also Daheim, am Arbeitsplatz, auf dem Park&Ride Parkplatz und auf dem Parkplatz der wöchentlichen Aufgaben – also Hobbies und Einkaufen.

Alle diese Punkte lassen sich in einer Genossenschaft der Mobilität und Energie bündeln und mittelfristig auch einen Ertrag für die Genossen generieren. Kurzfristig, also in den ersten drei Jahren bestimmt nicht, denn dafür ist die Anzahl an Fahrzeugen noch zu gering, doch wie bei allen neuen Trends, der Anfang ging langsam, doch bei Erreichen einer kritischen Masse, schwappte die Welle über und auf ein Mal, hatte man das Gefühl jeder hatte einen Videorecorder, einen Flachbildschirmfernseher oder heute ein smartphone.

2018-02-02T13:56:22+00:0020 Juni 2014|

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