Bioabfall zu Treibstoff

Die steigenden Preise fossiler Brennstoffe haben die weltweite Innovations- und Investitionsbereitschaft beflügelt. Ein bemerkenswerter Fortschritt ist die Umwandlung von biologischem Abfall in biologische Triebstoffe.
Biologischer Abfall
Dazu zählen organische Rest- und Abfallstoffe aus der Verarbeitung von:
- Holz und Papier
- Frucht und Gemüse (Bier, Wein, Säfte, usw.)
- Stroh, Weizenreststoffe
- Pressreste ölhaltiger Pflanzen (z.B. Sonnenblumen-, Distel-, Jatropha-, Rapsöl, usw.
- Energiepflanzen
- Gärreste aus Biogasanlagen
auch Problemstoffe wie :
- Klärschlamm aus der Wasserwirtschaft
- oder Tiermehl
Aus Abfall wird Diesel, Bio-Kohle und Gas
Nach intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit gelang jedoch erst 2008 der Markteintritt einer Maschinengeneration, die einen weltweit einzigartigen Wirkungsgrad erreicht.
So entsteht z. B. aus einer Tonne Biomasse mit 5% Restfeuchte:
- synthetischer Diesel ca. 30 – 40 % (400 Liter)
- Wasser ca. 20 – 25 %
- Gas ca. 15 – 25 %
- (Bio-) Kohle ca. 12 – 18 %
- Asche ca. 3 – 6 %

In einem chemischen Prozess können täglich aus 30 Tonnen Biomasse (also 1,25 Tonnen/ h) 12.000 Liter Diesel - jährlich können also maximal aus 10.800 Tonnen Biomasse, 3 Millionen Liter Diesel hergestellt werden.
Durch nachträglichen Wasserentzug entspricht dieser Diesel (synthetischer Diesel der 2. Generation) qualitativ einem mineralischen Diesel und kann jeden herkömmlichen Dieselmotor antreiben. Bei anschließender Entschwefelung entspricht der Diesel der DIN/EN 590
Investition und Output
Dieses kleine Chemiewerk ermöglicht den hergestellten Diesel als Treibstoff für Fuhrparks oder Heizungsanlagen zu verwenden oder gleich nebendran ein Blockheizkraftwerk zur Herstellung von Strom und Wärme zu nutzen. Die Investitionssumme beträgt um die 6 Millionen Euro.
Aktualisiert (Montag, den 14. März 2011 um 17:30 Uhr)


